Projekte & Aktuelles

// 2021

Konferenzteilnahme

Am 15. April 2021 nehme ich an der interdisziplinären Tagung »Technik-Ästhetik: Zur materiellen und rezeptiven Systematisierung Techno-ästhetischer Realität« teil.


Herausgeberschaft

Im Mai 2021 erscheint im Büchner-Verlag mein gemeinsam mit Prof. Dr. Lars C. Grabbe und Prof. Dr. Oliver Ruf herausgegebener Band »Eric McLuhan and the Media Ecology in the XXI Century«, für dessen Umschlag- und Inhaltgestaltung ich maßgeblich verantwortlich war.

Über den posthum veröffentlichten letzten Vortrag McLuhan hinaus enthält der Band auch ein Interview von Lars C. Grabbe mit Andrew McLuhan, dem Sohn von Eric McLuhan sowie je einen Beitrag von Oliver Ruf und mir.


// 2020

Radio-Interview

Für einen Beitrag im Rahmen der Sendung Mosaik am 30.Dezember 2020 im WDR 3 wurde ich von Michael Struck-Schloen interviewt:

»Homeoffice mit Kamera, Homeschooling per Laptop und Bandproben via Zoom, Skype oder Teams. Die Videotelefonie hat 2020 einen enormen Boom erfahren. Tobias Held forscht über Geschichte und sozio-interaktives Potential.«



Rezension zu »Face to Interface«

Am 1.11.2020 wurde in der H-Soz-Kult mein Buch »Face to Interface« durch Stefan Krebs (Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History (C2DH), University of Luxembourg) rezensiert. Die Rezension ist hier nachzulesen.


– Nachholtermin –

Am 16. Oktober 2020 findet an der Bauhaus-Universität Weimar das von Johannes Breuer und mir organisierte 2. Nachwuchs-Kolloquium der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft statt. Thema der Veranstaltung ist dieses mal “Eigenbild”. Der dazugehörige Call ist interdisziplinär, aber vor allem an Forschende in Design, Kunst, Kunstdidaktik sowie an Medienwissenschaften gerichtet.



Radio-Interview

Für einen Beitrag im Rahmen der Sendung Scala am 11.Mai 2020 im WDR 5 wurde ich von Claudia Friedrich interviewt:

»Videotelefonie ist die Technik der Zeit. Sie bietet Social Distancing und simuliert Verbundenheit. Mit “Face-to-Interface” schreibt der Medienforscher Tobias Held eine Kultur- und Technikgeschichte der Videotelefonie. Claudia Friedrich berichtet.«




Veröffentlichung

Am 26. Februar 2020 ist meine erste Monographie unter dem Titel »Face-to-Interface: Eine Kultur- und Technikhistorie der Videotelefonie« im Büchner-Verlag erschienen. Erhältlich ist das Buch als Paperback (22€) sowie als eBook (18€) bei allen gängigen Buchhändlern oder unter der ISBN 978-3963171918.



– ABGESAGT –

Am 15. Mai 2020 findet an der Bauhaus-Universität Weimar das von Johannes Breuer und mir organisierte 2. Nachwuchs-Kolloquium der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft statt. Thema der Veranstaltung ist dieses mal “Eigenbild”. Der dazugehörige Call ist interdisziplinär, aber vor allem an Forschende in Design, Kunst, Kunstdidaktik sowie an Medienwissenschaften gerichtet.



Im Frühjahr 2020 erscheint unter dem Titel »Face-to-Interface: Eine Kultur- und Technikhistorie der Videotelefonie« meine Monografie zum selbigen Thema im Büchner-Verlag.

Inhalt des Buches ist die lange und wechselhafte Entwicklungsgeschichte der Videotelefonie, die einerseits ein stetiges gesellschaftliches und kulturelles Interesse an dieser Technik markiert, dabei jedoch gleichzeitig auch den ausbleibenden Erfolg der Videotelefonie dokumentiert. Ausgehend von den Fantasien der Belle Époque über die zahlreichen futuristischen Anwendungsszenarien in Science-Fiction-Filmen oder -Fernsehserien der Zwanziger-, Dreißiger- und Sechzigerjahre, die durchaus eine Zukunft der Videotelefonie prognostizierten, bis hin zu zeitgenössischeren Beispielen samt Skype & Co. wird die kultur- und technikhistorische Entwicklung des Mediums nachgezeichnet.

Damit liegt erstmals eine umfassende medienhistorische und popkulturelle Einordnung und Übersicht der Videotelefonie vor, die mit umfangreicher Bebilderung in der Schriftenreihe Welt | Gestalten (herausgegeben von Prof. Dr. Lars C Grabbe und Prof. Dr. Oliver Ruf) erscheint.




// seit 2017

Seit Herbst 2017 forsche ich als Mitglied des PhD-Programms der Bauhaus-Universität Weimar unter der Betreuung von Prof. Dr. Jan Willmann und Prof. Andreas Mühlenberend zu den sozio-interaktiven Potentialen der Videotelefonie sowie damit verbundenen Themenkomplexen.

Ideell und finanziell gefördert werde ich dabei durch das Promotionsstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Die Forschung ist stark der Kommunikationsforschung und der (Bewegt-)Bildtheorie zugeordnet. Methoden in puncto Untersuchung und Auswertung sind hingegen der Designforschung entlehnt. Weiterhin finden sich viele medientheoretische Bezüge. Der (geplante) praktische Bereich unterliegt hingegen stark dem Experience Design.




// 2015

Masterarbeit an der FH Münster – Oktober 2014 bis Juli 2015

Bis dass der Montag uns scheidet. – Eine empirische Studie zur digitalen Telekommunikation in Fernbeziehungen.

Die technische Revolution ist längst auf dem Massenmarkt angekommen und schreitet unaufhaltsam voran. Zu groß sind die offensichtlichen Vorteile durch die Nutzung digitaler Endgeräte. Ausdruck dieser relativ weit verankerten Technologie-Mentalität findet sich auch in unserer alltäglichen Kommunikation. Insbesondere in der mit den Menschen die uns am Meisten bedeuten.

Doch was ist, wenn eine direkte Kommunikation mit diesen Menschen nicht möglich ist, weil sie in einer anderen Stadt leben?

  • Wie entstehen Fernbeziehungen und was unterscheidet sie von „normalen“ Beziehungen?
  • Wo liegen die Ursachen dafür begründet und wie sieht die gesellschaftliche Verteilung aus?
  • Bringt diese Beziehungsform eventuell irgendwelche Vor- oder Nachteile mit sich?

Manche Menschen empfinden die Distanz zwischen sich und ihrem Partner als romantisch und stilisieren sie als etwas Besonderes. Für andere ist die stetige Sehnsucht der größte Schmerz.A4_quer_Poster

  • Wer sind Fernliebende?
  • Durch welche Bedürfnisse, Wünsche oder Verhaltensweisen sind sie gekennzeichnet?
  • Und wie erfolgt gegenwärtig die zwischenmenschliche Kommunikation bei Fernbeziehungspaaren hinsichtlich der Einbindung in ihren jeweiligen Alltag?
  • Gibt es dabei Rituale oder erkennbare Muster?

Die Kommunikation ist für den Menschen und das menschliche Dasein an sich unverzichtbar und das wechselseitige Gespräch bildet dabei die ursprüngliche Form, wohingegen die Kommunikation mittels Medien lediglich eine Modifikation der Ausgangsform darstellt. Hinzu kommt die Kernthese der Netzwissenschaft, die besagt, dass das Web immer nur eine Reflexion von Dingen sei, die auch in der analogen Welt stattfinden.A4_quer_Poster3

Technische Innovationen sind dazu in der Lage, mit der analogen Welt zu spielen, diese zu abstrahieren oder zu verfremden und so zu einer multisensualen Online-Erlebniswelt beizutragen, die eine neue, sinnlich wahrnehmbare Dimension erschafft. Gefordert war demnach die Erzeugung virtueller oder augmenter Realität in der technischen Reproduzierbarkeit der Face-to-Face-Kommunikation im Cyberspace.
Dabei stützte ich mich auf einen Trend, der sich zwar gegen die rasche Digitalisierung der Gesellschaft stemmt, jedoch eine zunehmende Sinnlichkeit in der Kommunikation und eine Erfahrbar- und Erfühlbarkeit des Cyberspace fordert.

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Im Forschungsprozess stand die Schnittstelle zwischen Designwissenschaft und Wahrnehmung im Fokus.

Wie können beide Disziplinen genutzt werden, um einen benutzerorientierten Fokus zu kreieren, der ein optimales Verhältnis zwischen Medientechnologie und Perzeptions- und Rezeptionsprozessen ermöglicht?

Final entstanden so drei unterschiedliche Konzeptansätze, die auf visionärer Ebene versuchten, einen Beitrag zur Beantwortung der Frage nach einer neuen Dimension der Sinnlichkeit in der digitalen Kommunikation zu finden.
Exemplarisch wurde eine dieser Ideen präziser ausgearbeitet und soll als Zukunftsvision dienen. Touch & Talk. Diese technische Vision dient der Generierung von Intimität durch die Reproduktion einer nachvollziehbaren Auswahl an Sinnlichkeiten die dem Rezipientenpaar suggeriert, es befände sich in einer pseudo-realen Wirklichkeit.

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